Bibelstudium 01 von 10 · ca. 25–40 Minuten

Wenn Gott Liebe ist, warum gibt es das Böse?

Der Ursprung der Sünde und die Freiheit der Liebe

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1 · Zum Nachdenken

Der Ursprung der Sünde und die Freiheit der Liebe

Was sagt die Bibel zu dieser Frage? Formuliere deine erste Antwort, bevor du die folgenden Stellen liest.

2 · Die Bibel spricht

Schlage diese Stellen auf

Beginne mit 1. Mose 1,31 und lies die weiteren Texte möglichst im Zusammenhang:

  • 1. Mose 1,26–31
  • 1. Johannes 4,8–10
  • Jakobus 1,13–17
  • Prediger 7,29
  • 5. Mose 30,19–20
  • Römer 5,12
  • Offenbarung 21,4
Die Bibeltexte werden bewusst als Stellen angegeben. Schlage sie in deiner Bibel nach (empfohlen: Schlachter 2000) und prüfe jede Erklärung am Text selbst.
3 · Entdecke selbst

Sechs Fragen mit Antworten

Denke zunächst selbst über die Frage nach. Tippe dann auf die Frage, um die Erklärung zu öffnen.

1. Wie beschreibt die Bibel Gottes ursprüngliche Schöpfung?

Gott nennt seine Schöpfung sehr gut (1. Mose 1,31). Tod, Hass und Schuld gehören nicht zu ihrem ursprünglichen Zustand.

2. Was sagt die Bibel ausdrücklich über Gottes Wesen?

Gott ist Liebe (1. Johannes 4,8). Sein Charakter darf nicht aus dem Elend dieser Welt abgeleitet werden, ohne die biblische Geschichte des Sündenfalls zu berücksichtigen.

3. Verführt Gott Menschen zur Sünde?

Jakobus 1,13–17 verneint dies. Die Versuchung zum Bösen entspringt nicht Gottes heiligem Wesen.

4. Warum ist die Fähigkeit zu wählen für Liebe wichtig?

Freiwilliges Vertrauen ist etwas anderes als erzwungene Unterwerfung. 5. Mose 30,19–20 ruft Menschen zu einer wirklichen Entscheidung.

5. Wie erklärt Römer 5,12 die Gegenwart des Todes?

Paulus verbindet den Eintritt von Sünde und Tod in die Menschheitsgeschichte mit dem Fall des Menschen.

6. Ist das Böse ein ewiger Gegenpol zu Gott?

Nein. Die Bibel verheißt ein Ende von Tod, Trauer und Schmerz (Offenbarung 21,4). Das Böse wird nicht für immer bestehen.

4 · Tiefer graben

Den Zusammenhang verstehen

Der Ursprung der Sünde bleibt ein Geheimnis: Eine moralische Rechtfertigung der Rebellion wäre bereits ihre Entschuldigung. Die Bibel erklärt jedoch, dass Gott nicht der Urheber der Sünde ist. Wir unterscheiden zwischen Gottes Zulassung einer freien Entscheidung und Gottes Zustimmung zum Bösen.

Vertiefender Gedanke von Ellen G. White

White betont, dass die Sünde ein Eindringling ist und sich ihre Entstehung nicht rechtfertigen lässt.

Quelle: Ellen G. White, The Great Controversy (1911), GC 492.1–2 (Originalseitenzählung; deutsche Ausgaben von Der große Kampf können abweichende Seitenzahlen haben). Originaltext nachlesen ↗

Der Ellen-White-Gedanke ist eine sinngemäße Zusammenfassung, kein wörtliches Zitat. Die Bibel bleibt der Maßstab für diese Lektion.
5 · Persönliche Anwendung

Was bedeutet das für dich?

Warum ließ Gott Freiheit zu, obwohl sie missbraucht werden konnte? Überlege, was Vertrauen und Liebe ohne freie Antwort bedeuten würden.

6 · Im Gespräch bleiben

Du musst nicht allein studieren

Halte deine Gedanken fest oder frage eine freiwillige, kostenlose persönliche Bibelbegleitung an.

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